Die auf der Seite von Paraguay befindlichen
Generatoren erzeugen Drehstrom mit einer Frequenz von 50 Hz. Das
brasilianische Netz arbeitet mit 60 Hz. Da der Großteil der in
Paraguay erzeugten elektrischen Energie nach Brasilien exportiert
wird, wird der Strom aus Paraguay erst in Gleichstrom umgewandelt
und anschließend über eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung
(HGÜ) nach
São Paulo transportiert, wo er auf 60 Hz umgewandelt wird.
Für Brasilien, welches vertragsgemäß die
Gesamtanlage finanzierte, führte der Bau mit etwa 16,6 Mrd.
US-Dollar zu einer deutlich höheren Auslandsverschuldung.
Allerdings ist Brasilien, welches nach der Inbetriebnahme etwa ein
Viertel seines Stromverbrauchs von Itaipú bezog, auf das
Elektrizitätswerk angewiesen. Aufgrund des mittlerweile
gestiegenen Stromverbrauchs des Landes liegt der Anteil
mittlerweile nur noch bei etwa einem Sechstel. Paraguay zahlt
seinen Anteil der Erstellungskosten durch den Export des nicht
benötigten Stroms an Brasilien ab und hat daher trotz der
ortsüblichen Korruption während der Baumaßnahme von dem Vorhaben
deutlich profitiert. Ein Teil der finanziellen Überschüsse des
Kraftwerks wird als Kompensation für die Nutzung des
Paraná den Anrainergemeinden beidseits der Grenze zugeführt.
Weiter flussabwärts im Süden Paraguays, an der
Grenze zu Argentinien, entstand ein weiteres, riesiges
Wasserkraftwerk
am
Paraná mit Namen
Yacyretá und einer Leistung von 3200 Megawatt, welches nach
ähnlichem Muster von Argentinien vorfinanziert wurde.
Info
Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung nach Sao Pauló...