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Paraguay        "Städte"

Filadelfia Die mittlere Chaco Region

 
 
 
Filadelfia ist das städtische Zentrum der
Mennoniten-Kolonien. Diese christliche
deutschstämmige Glaubensgemeinschaft
kam aus Rußland, Kanada und Mexiko und
begann 1927 mit dem Aufbau der Kolonie.
Inmitten des damals unwirtlichen Chaco
entstand im Laufe der Jahrzehnte eine blü-
hende landwirtschaftliche Kolonie.
Heute leben in den Kolonien Fernheim,
Menno und Neuland etwa 11500 Menno-
niten neben ebensovielen Chaco-India-
nern der Stämme Lengua, Moro und
Chulupí
friedlich miteinander.
Es gibt hier deutschsprachige Schulen,
Krankenhäuser, Supermärkte, Hotels und
Restaurants. Die Beschilderung von Ver-
waltungshäusern, Ortschaften und
Straßen ist überwiegend Deutsch.
 
 
  Filadelfia ist die Hauptstadt des nordwestlichen Departamentos Boquerón in Paraguay. Der Name kommt von Philadelphia = Bruderliebe. Die Stadt ist auch das Zentrum von Fernheim, der größten Mennonitensiedlung in Paraguay und liegt im Gran Chaco, einer Savannenlandschaft, die im Westen Paraguays bis nach Argentinien reicht. Die Einwohnerzahl liegt bei 7.062
 
 

 

 

Filadelfia wurde 1930 gegründet und lag in den Chacokriegen nahe der Front, wurde jedoch kaum zerstört. Während des Zweiten Weltkrieges kam es zu Konflikten, da ein Teil der deutschstämmigen Siedler von einer Rückkehr nach Deutschland träumte und daher die "Heim ins Reich"-Politik der Nationalsozialisten unterstützte.
 

Hauptstrasse von Filadelfia Mennonitensiedelung

 

 

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